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Apple stellt mit HomeView sein erstes Smart-Display für 299 US-Dollar vor – Marktstart am 13. November, nicht in der EU

Apple bringt sein erstes Smart-Display HomeView für 299 US-Dollar (rund 270 Euro) heraus, doch in der EU wird es nicht verkauft und die Hauptfunktion Siri AI ist noch in der Beta.

Bei der Veranstaltung „Welcome Home“ am 13. Oktober in New York hat Apple HomeView vorgestellt, einen Hub mit 7-Zoll-Bildschirm und Lautsprecherbasis. Vorbestellungen laufen, Marktstart ist der 13. November. Dazu kamen ein neues Apple TV 4K, der HomePod mini 2 und neun Smart-Home-Geräte, die Apple mit LG Electronics und Schneider Electric entwickelt hat. Ein Smart-Home-Hub ist das zentrale Gerät, mit dem man Geräte im Haus von einer Stelle aus steuert, überprüft und automatisiert. Amazon Echo Show und Google Nest Hub gibt es in dieser Klasse bereits.

Was vorgestellt wurde

Produkt Preis Verfügbarkeit Kernpunkte
HomeView 299 US-Dollar (rund 270 Euro). Tisch- und Wandversion kosten gleich viel 13. November 7-Zoll-Bildschirm, A18-Chip, Gesichtserkennung für bis zu sechs Personen
Apple TV 4K (neu) 299 US-Dollar (rund 270 Euro), 100 US-Dollar (rund 90 Euro) mehr als das Vorgängermodell 13. November A19-Chip, Siri-AI-Unterstützung, Antworten erscheinen als Einblendung
HomePod mini 2 149 US-Dollar (rund 130 Euro) 30. Oktober S10-Chip, Oberseite leuchtet im Takt der Musik („Sound Glow“)
Neun Smart-Home-Geräte Video-Türklingel 249,95 US-Dollar (rund 220 Euro), Flutlichtkamera 399,95 US-Dollar (rund 360 Euro), Außenkamera 299,95 US-Dollar (rund 270 Euro), Innenkamera 199,95 US-Dollar (rund 180 Euro), Smart-Türschloss 349,95 US-Dollar (rund 310 Euro), Thermostat 199,95 US-Dollar (rund 180 Euro), Temperatursensor 39,95 US-Dollar (rund 36 Euro) (plus Schneider-Thermostat und Raumsensor zu denselben Preisen) Ab Dezember, Teile Anfang 2027 Alle unterstützen Thread (eine stromsparende Funkverbindung, über die Smart-Home-Geräte miteinander kommunizieren). Sieben Produkte von LG, zwei von Schneider Electric

Die Wandversion von HomeView braucht eine separate Strom-Halterung: ab 59,95 US-Dollar (rund 54 Euro) für USB-C, ab 79,95 US-Dollar (rund 72 Euro) für Netzanschluss und 129,95 US-Dollar (rund 120 Euro) für Stromversorgung über das Netzwerkkabel (Power over Ethernet), die Anfang 2027 erscheint.

Was HomeView ist

  • Der Bildschirm wechselt per Gesicht. Bis zu sechs Personen werden am Gesicht erkannt und bekommen ihren eigenen Kalender und ihre Nachrichten angezeigt. Persönliche Inhalte erscheinen nur, wenn das Gesicht erkannt wird, das gekoppelte iPhone oder iPad in der Nähe ist und kürzlich entsperrt wurde.
  • Kamera- und Mikrofondaten werden in einem abgetrennten Bereich des Geräts verarbeitet. Apple nennt ihn Secure Exclaves. Siri-Anfragen laufen auf dem Gerät oder gehen an Apples Private Cloud Compute.
  • Ein Bildschirm steuert das Zuhause. Bis zu neun Kamerabilder gleichzeitig ansehen und Thermostate, Licht, Schlösser und Jalousien per Berührung oder Sprache steuern.
  • Siri AI ist in der Beta (einer Testphase vor der vollständigen Veröffentlichung). Es gibt nur Englisch, manche Serverfunktionen haben ein Tageslimit, und eine erweiterte Nutzung soll laut Apple künftig kostenpflichtig sein.
  • Persönliche Funktionen brauchen ein iPhone oder iPad. Funktionen mit persönlichem Kontext setzen ein gekoppeltes Gerät mit Apple Intelligence voraus.

Was in der EU gilt

HomeView wird in der Europäischen Union nicht verkauft, weil Siri AI in iOS dort noch nicht verfügbar ist. Vorbestellungen gibt es in den USA, im Vereinigten Königreich, in Kanada, Australien, Indien und Neuseeland, in Singapur ab 15. Oktober, in Südafrika über autorisierte Händler. Siri AI unterstützt bislang nur Englisch, kanadisches Französisch soll später folgen. Deutsch ist nicht dabei, und ein Termin für die EU wurde nicht genannt. Die Eurowerte oben sind deshalb nur als Orientierung gedacht.

Was leicht falsch verstanden wird

  • „Die Kamera erkennt Gesicht und Stimme von Familienmitgliedern, die näher kommen“: Apples Mitteilung nennt nur Gesichtserkennung. Stimmerkennung und „wechselt automatisch beim Näherkommen“ konnten wir nicht bestätigen. Zur eingebauten Kamera nennt Apples Seite keine Daten; ein Technikmedium berichtete von einer 12-Megapixel-Frontkamera.
  • „Beantwortet in Echtzeit Fragen zu Drehorten und Schauspielern“: Apples Mitteilung nennt „Wo wurde diese Serie gedreht?“ als Beispiel für eine Folgefrage. Schauspieler werden nicht ausdrücklich erwähnt, und die Funktion ist in der Beta und nur auf Englisch.
  • „HomePod mini 2 kommt gleichzeitig“: Er erscheint am 30. Oktober, früher als HomeView und Apple TV, und Siri AI ist zum Start nicht enthalten, sondern folgt mit „einem künftigen Software-Update“.
  • „Tritt in einen von Amazon und Google beherrschten Markt ein“: Das ist die Deutung von Medien und steht nicht in Apples Mitteilung. Dieser Beitrag bewertet das nicht.
  • „Mit LG und Schneider bei Kameras, Thermostaten und Türklingeln“: Stimmt, doch von den neun Produkten sind sieben von LG und zwei von Schneider Electric, und ein Türschloss gehört dazu.

Was sich für Entwickler ändern könnte

Das Folgende sind Einschätzungen und Empfehlungen auf Basis bestätigter Fakten.

  • Wer Smart-Home-Geräte baut, schaut zuerst auf Matter und Thread. Alle Apple-Zubehörteile unterstützen Thread, Schloss, Thermostate und Sensoren nutzen Matter. Matter ist ein gemeinsamer Standard, mit dem Smart-Home-Geräte verschiedener Marken zusammenarbeiten, und Thread ist die stromsparende Funkverbindung dazwischen. Geräte mit beiden lassen sich leichter an einen Hub wie HomeView anbinden.
  • Wer Sprachassistenten-Funktionen plant, rechnet mit späterem Termin. Siri AI ist in der Beta und nur in acht englischsprachigen Ländern offen. Für andere Sprachen oder die EU gibt es keinen Zeitplan.
  • Das Datenschutzkonzept ansehen. Gesichts- und Sprachdaten in einem abgetrennten Bereich zu verarbeiten und persönliche Inhalte erst nach Identitätsprüfung zu zeigen, ist ein brauchbarer Maßstab für jeden gemeinsam genutzten Familienbildschirm.
  • Zum Kauf besteht kein Zeitdruck. In der EU gibt es das Gerät nicht, und die Hauptfunktion ist in der Beta.

Was man beobachten sollte

Wann Siri AI weitere Sprachen und die EU erreicht, was die kostenpflichtige Stufe nach der Beta kostet, Praxistests nach dem Start am 13. November und den Zeitplan der Geräte, die Anfang 2027 folgen.

Die Umrechnung in Euro beruht auf dem Kurs vom 15. Oktober (1 US-Dollar ≈ 0,89 Euro) und ist ein grober Richtwert.

Quellen

Quelle: www.apple.com

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